Kreistagsfraktion tagte in Hardheim

FREIE WÄHLER fordern freie Fahrt für das Baukompetenzzentrum der DHBW in Mosbach 

Zur Vorbereitung der Kreistagssitzung tagte die Fraktion der Freien Wähler unter Leitung von Uwe Stadler in Hardheim. Zunächst berichtete Valentin Knapp aus dem Jugendhilfeausschuss, dass der Landkreis die Qualifizierung in der Kindertagespflege weiter erheblich unterstützen wird. Zudem hob er die Bedeutung der Schulsozialarbeit hervor – dies nicht erst angesichts der Bewältigung der Coronazeit. Zulasten der Städte und Gemeinden habe das Land Baden-Württemberg seine Förderung gedeckelt, ergänzte Martin Diblik, es bleibe abzuwarten, ob und wann die Ankündigungen im Koalitionsvertrag, die Schulsozialarbeit zu stärken, durch das Land umgesetzt werden. Eine Rückkehr zur Drittelfinanzierung könne hier nur ein erster, notwendiger Schritt sein.

Den Probebetrieb auf der Frankenbahn zwischen Osterburken und Lauda in einen Regelbetrieb zu überführen bleibe wichtiges Ziel für die Stärkung des ÖPNV im Neckar-Odenwald-Kreis und darüber hinaus. „Mit der Einrichtung eines Firmenzubringerverkehrs in Osterburken sowie der Ausweitung der Buslinie 843 im Erftal bis Eubigheim Bahnhof unternimmt der Landkreis hierzu weitere Anstrengungen“, unterstrich Volker Rohm. Nun sei die Bevölkerung am Zug, den Zug rege zu nutzen, denn nur dann könne dieses Angebot langfristig verstetigt und regulär durch das Land finanziert werden, hielt Uwe Stadler fest.

In Sachen Reaktivierung der Krebsbachtalbahn mit Neubau eines „Durchstichs“ nach Bad Rappenau sei die Übernahme von 7 % der Infrastrukturkosten vertretbar, befand Karl Gruppenbacher, man müsse sich jedoch darauf einstellen, dass die Planungsprozesse noch einige Zeit andauern werden.

Bei der Regionalplanfortschreibung unterstützen die Freien Wähler die Stellungnahme des Landkreises. „Wir wollen gegenüber den Ballungsräumen, aber auch anderen Regionalverbänden in der Entwicklungsperspektive gerecht behandelt werden“, so Thomas Ludwig. Eine maßvolle bauliche Entwicklung könne nicht von vorneherein ausgeschlossen sein, sondern müsse letztlich in der Entscheidung der Gemeinderäte vor Ort verbleiben. Ohnehin würden in jedem Bebauungsplanverfahren – berechtigterweise – Umweltbelange und eine Vielzahl weiterer Anforderungen für eine Genehmigung vorausgesetzt.

Abschließend befasste man sich mit der anvisierten Einrichtung eines Baukompetenzzentrums an der Dualen Hochschule in Mosbach. Besondere Schwerpunkte sollen dabei im Bereich Digitalisierung und beim nachhaltigen Bauen gesetzt werden. Lehre, Forschung und akademische Weiterbildung sollen dadurch interdisziplinär und zukunftsträchtig für die gesamte Branche in diesem Zentrum gebündelt werden. „Für die Hochschule selbst, Mosbach als Hochschulstandort wie auch für unsere gesamte Region wäre dies ein enormer Gewinn und würde über die Hochschullandschaft Baden-Württembergs ausstrahlen“, resümierte Petra Rutz. Die Freien Wähler unterstützen die gemeinsamen Bemühungen ausdrücklich und sind zuversichtlich, dass das Land die Ampeln für das Baukompetenzzentrum in Mosbach schnell auf „Grün“ stellen wird. (MD)



 


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