Limbach. 827 Tage nach der letzten Mitgliederversammlung 2019 trafen sich die Freien Wähler aus dem Landkreis zur Jahreshauptversammlung 2021.

255 davon liefen „normal“, dann übernahm das Corona-Virus die Regie.

3G stand vor dem Beginn der Versammlung im Mittelpunkt und wurde von allen Anwesenden mit Verständnis nachgewiesen und erfüllt. Kreisvorsitzender Bruno Herberich konnte sodann Vertreter*innen aus den Ortsvereinen Buchen, Hardheim, Haßmersheim, Limbach, Lohrbach, Neunkirchen, Obrigheim, Osterburken, Walldürn sowie Einzelmitglieder und die Kreisräte Eric Bachmann, Hubert Kieser und Valentin Knapp begrüßen. Mit einer Schweigeminute wurde den seit 2019 Verstorbenen aus den Reihen der Freien Wähler gedacht; stellvertretend genannt wurden die ehemaligen Kreisvorsitzenden Artur Fütterer und Erhard Dorotik sowie der frühere Kreisrat Willi Ehret.

Ein herausragender Punkt war dann die Ernennung von Johann Ziegltrum zum Ehrenmitglied des Kreisverbands.
– siehe separater Bericht –

In seinem Bericht blickte Vorsitzender Herberich auf beiden Vorjahre zurück, wobei sich die Aktivitäten hauptsächlich in der Zeit vor Corona abspielten. Besonders hob er den Jahresauftakt 2020, bei dem man noch voller Zuversicht und Optimismus ins neue Jahr blickte, und den gerade noch durchgeführten Workshop Anfang März 2020 hervor. Alle weiteren Veranstaltungen wurden dann abgesagt und auch zwei Anläufe für Mitgliederversammlungen scheiterten. Dennoch fand – teilweise per Mail und dann auch wieder persönlich – ein reger Austausch mit der Kreistagsfraktion, den Mitgliedern sowie den Ortsvereinen und innerhalb der Vorstandschaft statt. Nun hoffe man im nächsten Jahr zu einer gewissen Normalität zurückzukommen, so dass der Workshop im Frühjahr und dann auch weitere Zusammenkünfte wieder stattfinden können. Abschließend rief Herberich dazu auf, bereits jetzt die kommunalpolitischen Ziele bis 2024 im Auge zu behalten und sich für eine starke, schlagkräftige und buntgemischte Liste zu engagieren.

Kreiskassier Edgar Hellwig konnte von einer soliden Kasse berichten. Er verschaffte den Anwesenden einen Überblick über die gelaufenen Zahlungsströme und warf einen vorausschauenden Blick auf die künftigen Anforderungen.

Peter Bauer, der zusammen mit Ramona Paar die Kassengeschäfte geprüft hatte, attestierte Hellwig eine professionelle und geordnete Kassenführung. Nach der Aussprache empfahl er der Versammlung die Entlastung der Vorstandschaft, welche einstimmig erteilt wurde.

Sehr intensiv wurde das Gebaren der Freie Wähler Partei diskutiert und wie man seitens des Freie Wähler-Kreisverbands künftig damit umgehen solle. Die inzwischen bei sämtlichen Wahlen antretende Partei durchkreuzt die Gedankenwelt der originalen Freien Wähler und auch der Wählerinnen und Wähler und führt immer stärker zu Verwechslungen und Verunsicherung. Bei den Freien Wählern vor Ort dominiere der Gedanke der Parteifreiheit, so dass man sich ohne eine solche parteipolitische Beschränkung sachlich opportunen Lösungen in den Gemeinden und im Landkreis widmen könne. Diese Problematik beschäftigt die Freien Wähler schon längere Zeit, verstärkt sich aber nunmehr. Auch der Freie Wähler Landesverband Baden-Württemberg lotet mit seinen Mitgliedern im gesamten Land nunmehr die Möglichkeiten zum künftigen Umgang mit dieser Partei aus. Eine Entscheidung auf Landesebene soll dann in 2022 getroffen werden. Nach einer engagierten Aussprache votierten die Mitglieder einstimmig gegen eine Annäherung an bzw. Kooperation mit der Freie Wähler-Partei und für eine klare Abgrenzung.  Der Vorsitzende wurde beauftragt, dies beim Landesverband entsprechend zu vertreten.

Kreisrat Erich Bachmann berichtete aus der Kreistagsfraktion und skizzierte mit den Hauptthemen Neckar-Odenwald-Kliniken, Glasfaserausbau („toni“), den Ausbau und die Stärkung des ÖPNV, die Umstrukturierung der AWN sowie den GTO-Neubau was die Kreispolitik bewegt.

Mit einem Dank an alle, die engagiert dazu beitragen, dass die Freien Wähler gute Kommunalpolitik für die Menschen vor Ort machen sowie an Adrian Schmitt für die örtliche Organisation und einem Hinweis auf den Freie Wähler-Tag des Landesverbands in Ulm am 23. Oktober wurde die Versammlung beendet.



 


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